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Breisach am Rhein PDF Drucken E-Mail

 

Breisach liegt am Oberrhein und damit an der deutsch-französischen Grenze, etwa auf halber Strecke zwischen Colmar und Freiburg im Breisgau (jeweils etwa 20 km) und etwa 60 km nördlich von Basel. Sie liegt nahe am Kaiserstuhl. Über den Rhein führt eine Brücke nach Neuf-Brisach auf französischer Seite.

 

 

Verkehr

Breisach wird durch die Breisacher Bahn nach Freiburg im Breisgau, auf der auch die Breisgau-S-Bahn zum Nahverkehrstarif verkehrt, und die Kaiserstuhlbahn nach Riegel am Kaiserstuhl, die die Südwestdeutsche Verkehrs AG betreibt, an das überregionale Schienennetz angebunden. Weiterhin bietet die Freiburger Verkehrs AG mit der Buslinie 31 eine weitere Direktverbindung von und nach Freiburg an.

Durch die Bundesstraße B 31 nach Lindau (Bodensee) und auf französischer Seite die N 415 nach Colmar ist Breisach auch gut an das überregionale Straßennetz angebunden.

Ansässige Unternehmen

In Breisach befindet sich u.a. der Badische Winzerkeller eG mit Europas größtem Erzeuger Weinkeller, die Gräflich von Kageneck'sche Wein- und Sektkellerei und der Privatsektkellerei Geldermann. Diese Betriebe belegen die hohe Bedeutung des Weinbaus in Breisach und im Kaiserstuhl.

Gerichte und Behörden

Breisach verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Freiburg im Breisgau und zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehört. Die Stadt ist auch Sitz des Dekanats Breisach/Endingen des Erzbistums Freiburg. Breisach verfügt neuerdings sogar über ein Landratsamt für Landwirtschaft und anderes ,dass sich auf dem ehemahligen Kasernengelände befindet.

Städtepartnerschaften

  • Saint-Louis, Frankreich, seit 1960
  • Pürgg-Trautenfels, Österreich, seit 1994 Partnergemeinde Stadtteils Niederrimsingen
  • Neuf-Brisach, Frankreich, seit 2000

 

Geschichte

Der Berg, auf dem Breisach liegt, war Sitz eines Keltenfürsten. Die Römer unterhielten auf dem „mons Brisiacus“ ein Hilfskastell.

Als Stadt im heutigen Sinne wurde Breisach 1185 von den Staufern gegründet. Zu dieser Zeit war aber eine Siedlung (mit Kirche) bereits vorhanden. Eine Breisacher Münze aus dem 11. Jahrhundert wurde auf den Färöern im Münzfund von Sandur entdeckt.

Im frühen 13. Jahrhundert wurde mit dem Bau des St. Stephansmünster begonnen. Im frühen 16. Jahrhundert war Breisach die maßgebliche Reichsfestung am Oberrhein. Am 7. Dezember 1638 eroberte der von Frankreich mit Subsidien ausgestattete Bernhard von Sachsen-Weimar die von Kaiser Ferdinand II. bzw. General Reinach mit allen Mitteln verteidigte Stadt und versuchte, sie zum Mittelpunkt eines eigenen neuen Territoriums zu machen. Nach dem Tode Bernhards 1639 übergab sein General die Stadt an die Franzosen, die sie als eigene Eroberung betrachteten. Im Westfälischen Frieden 1648 fiel Breisach auch de iure an Frankreich.

Nach 1670 wurde Breisach Sitz einer (französischen) Reunionskammer. Im Frieden von Rijswijk 1697 gab Frankreich Breisach zurück, eroberte es aber sogleich zu Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs erneut (7. September 1703, General Villars). Mit dem Rastatter Frieden 7. März 1714 wurde Breisach wieder kaiserlich. Frankreich errichtete unterdessen auf dem linken Rheinufer gegenüber von Breisach eine eigene Festung (Neuf-Brisach). 1790 gehörte Breisach zu Vorderösterreich und war dort dem Oberamt Breisgau zugeordnet. In den Revolutionskriegen 1793 wurde Breisach weitgehend und nachhaltig zerstört und anschließend 1805 dem faktisch neugebildeten Staat Baden einverleibt.

Als die Alliierten im Frühjahr 1945 bei Breisach den Rhein überquerten, wurde die Stadt durch Artilleriefeuer zu 85 % zerstört. Auch das St. Stephansmünster wurde erneut schwer beschädigt.

Im Jahre 1969 wurde Breisach als Standort für ein Kernkraftwerk vorgesehen. Jedoch scheiterte dies, und 1973 entschied man sich für Wyhl als Standort (was ebenfalls scheiterte). 

(Quelle: WIKIPEDIA)

 
 
     
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